Sachverständigenfortbildungstag

Der Fachverband SHK Rheinland-Rheinhessen bot am 4. März 2026, wie bereits in den Vorjahren, eine Fortbildungsveranstaltung für Sachverständige im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk an. Zwölf öffentlich bestellte und vereidigte bzw. angehende Sachverständige nahmen an der Veranstaltung mit dem Schwerpunkt Trinkwasserhygiene teil.

Themen waren 

  • Risikoabschätzung in Trinkwasserinstallationen,
  • Digitales Monitoring von Trinkwasserinstallationen und
  • Sichere und hygienische Brandschutzkonzepte mit Trennstationen.

Andreas Adler, als technischer Referent des Verbandes, gab einführend einen Überblick über aktuelle und zukünftige Neuerungen in den rechtlichen und technischen Regelungen zur Trinkwasserinstallation (Trinkwasserverordnung, UBA-Empfehlungen, TRWI und Reihe DVGW W 551).   

Felicia Hahn, Gesundheitsingenieurin beim Gesundheitsamt Kreis Viersen und Hygienereferentin der Initiative „Fit für Trinkwasser“, stellte die Anforderungen bei der Erstellung der Risikoabschätzung nach § 51 TrinkwV vor. Die in größeren Trinkwasserinstallationen empfohlenen oder in bestimmten Fällen gesetzlich geforderten Risikoabschätzungen sind eine mögliche Aufgabenstellung auch für Sachverständige mit entsprechender Qualifikation, z. B. als Fachkraft für Hygiene in der Trinkwasserinstallation (PAB) nach dem Schulungskonzept „Fit für Trinkwasser“.    

Die Möglichkeiten des digitalen Monitorings von Trinkwasserinstallationen stellt Matthias Schönauer als Geschäftsführer von digitalBUILDER, Olpe, dar. Ein digitales Monitoring ist eine effiziente Möglichkeit, Betriebszustände (Temperaturen, Durchflüsse) in Trinkwasserinstallationen zu erfassen und damit im Rahmen einer Risikobewertung Fehler zu erkennen und zu analysieren. Hintergrund seiner Ausführungen war auch der Entwurf des neuen DVGW-Arbeitsblattes W 551-1, das Möglichkeiten der Temperaturabsenkung in der Warmwasserbereitung eröffnet und damit zur Steigerung der Energieeffizienz beiträgt. Voraussetzung hierzu ist ein kontinuierliches Monitoring der Installation im Betrieb einschließlich einer vollständigen Dokumentation der Temperaturmesswerte.   

Außerdem waren Möglichkeiten für einen sicheren und hygienischen Anschluss von Feuerlösch- und Brandschutzanlagen an Trinkwasserinstallationen mit den neu in DIN 1988-600 aufgenommenen Trennstationen ein weiteres Thema.

Zahlreiche Fragestellungen konnten kompetent beantwortet werden und es bestand ein reger fachlicher Austausch der Experten. Mit dem jährlichen Fortbildungstag und weiteren Schulungsangeboten unterstützt der Fachverband die Sachverständigen bei der stetigen Aktualisierung ihres Fachwissens und damit das Sachverständigenwesen als Teil der Selbstverwaltung des Handwerks.