SHK-Handwerk in Rheinland-Pfalz blickt verhalten auf politische Entwicklung nach Landtagswahl 2026

Quellenangabe: Magnific

Forderung nach konsistenter Politik, Bürokratieabbau und Planungssicherheit

Eine aktuelle Blitzumfrage des Fachverband SHK Rheinland-Rheinhessen unter den angeschlossenen Mitgliedsbetrieben zeigt: Das SHK-Handwerk blickt nach der Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz mit verhaltener Erwartung auf die politische Zukunft. Die Unternehmen wünschen sich vor allem stabile Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und klare politische Entscheidungen.

Das allgemeine Stimmungsbild zur politischen Entwicklung fällt zurückhaltend aus. Auf einer Skala von 1 (pessimistisch) bis 5 (optimistisch) bewerten die Betriebe die Lage im Durchschnitt mit 2,86. Auch die Wahlergebnisse selbst werden mit Blick auf das SHK-Handwerk mit einem Durchschnittswert von 2,86 eher neutral bis leicht kritisch eingeschätzt. Eine mögliche CDU/SPD-Koalition wird mit 2,53 sogar noch zurückhaltender bewertet.

Die Branche ist stark mittelständisch geprägt: Rund 60 Prozent der antwortenden Unternehmen beschäftigen maximal zehn Mitarbeitende, knapp 39 Prozent sogar nur ein bis fünf Beschäftigte.

Bei den Erwartungen an eine mögliche neue Landesregierung aus CDU und SPD zeigt sich ein klares Bild: 54 Prozent der Befragten rechnen mit keinen wesentlichen Veränderungen. Gleichzeitig wünschen sich 44 Prozent weniger Bürokratie und 38 Prozent mehr Planungssicherheit. Auch eine stärkere Förderung der Energiewende sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen werden als zentrale Anforderungen genannt.

Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2026 bleibt die Einschätzung ebenfalls vorsichtig. Der Durchschnittswert liegt hier bei 2,73. Als größte Risiken für die eigene Geschäftsentwicklung nennen die Betriebe vor allem steigende Energie- und Materialkosten (80 Prozent), politische Unsicherheit (65 Prozent), Änderungen oder Stopps bei Förderprogrammen (63 Prozent) sowie den anhaltenden Fachkräftemangel (57 Prozent).

Für die ersten 100 Tage einer neuen Landesregierung formulieren die Unternehmen sehr konkrete Erwartungen: An erster Stelle steht erneut der konsequente Abbau bürokratischer Hürden. Ebenso häufig genannt werden Steuerentlastungen, sinkende Energiekosten, mehr Planungssicherheit bei Förderprogrammen sowie klare und verlässliche Rahmenbedingungen für die Wärmewende und das Gebäudeenergiegesetz.

„Unsere Betriebe brauchen keine neuen Unsicherheiten, sondern Verlässlichkeit, Pragmatismus und konsistente politische Entscheidungen, die Investitionen ermöglichen statt verhindern“, betont Katharina Hilger. „Gerade bei der Wärmewende – Stichwort Gebäudeenergiegesetz, perspektivisch Gebäudemodernisierungsgesetz – braucht die Branche endlich klare politische Regelungen. Regelungen, die auch über eine Legislaturperiode hinaus Bestand haben.“, ergänzt Landesinnungsmeister Oliver Saling.

Das Fazit der Umfrage ist eindeutig: Das SHK-Handwerk erwartet keine kurzfristigen politischen Wunder, aber sehr wohl spürbare Verbesserungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Entscheidend hierfür sind ein intensiver Austausch und eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft. Eine konsistente Politik sowie das spürbare Übernehmen von Verantwortung durch die politischen Akteure gelten dabei als unerlässlich.