Benutzeranmeldung
Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden.
Passwort vergessenVerlässliche Rahmenbedingungen für das SHK-Handwerk und die Wärmewende – Statement des ZVSHK-Präsidenten Michael Hilpert
Die erfolgreiche Umsetzung der Wärmewende erfordert verlässliche und konsistente Rahmenbedingungen. Gerade die Betriebe des SHK-Handwerks tragen eine zentrale Verantwortung bei der Umsetzung politischer Ziele, beraten täglich Bürgerinnen und Bürger und schaffen die technische Grundlage für eine effiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung.
Vor diesem Hintergrund teilen wir die Einschätzung des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), dass kurzfristige Änderungen bei zentralen Förderinstrumenten zu erheblichen Unsicherheiten führen können. Für Handwerksbetriebe ebenso wie für Verbraucherinnen und Verbraucher ist Vertrauen in politische Entscheidungen eine wesentliche Voraussetzung, um notwendige Investitionen umzusetzen.
Nachfolgend veröffentlichen wir das Statement von Michael Hilpert, Präsident des ZVSHK, zu den geplanten Änderungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG-Förderung).
„Die kurzfristige Neuordnung der BEG-Förderung kommt überraschend zu einem Zeitpunkt, an dem Verlässlichkeit und Planungssicherheit dringend notwendig wären. Besonders problematisch ist, dass ausgerechnet diejenigen nicht einbezogen wurden, die die Förderung in der Praxis umsetzen und tagtäglich mit den Bürgerinnen und Bürgern über den Heizungstausch sprechen. Das Handwerk weiß sehr genau, was funktioniert und was nicht. Statt Verlässlichkeit drohen nun mehr Unsicherheit, mehr Erklärungsbedarf und noch weniger Vertrauen in die politische Verlässlichkeit. Das belastet nicht nur die Betriebe, sondern verunsichert vor allem die Verbraucher, die vor einer Investitionsentscheidung stehen.
Einige Ankündigungen bleiben zudem vage und Fragen offen, etwa zu künftigen Feinstaubgrenzwerten, Nachweis des neuen Local-Content-Bonus, Übergangsfristen und Umsetzung durch die KfW.
Wir haben Verständnis dafür, dass der Bund sparen muss, und unterstützen den Weg auch ausdrücklich. Richtig ist, soziale Zielgenauigkeit stärker zu berücksichtigen und besonders ineffiziente Gebäude gezielt in den Blick zu nehmen aber von der angekündigten verlässlichen und auskömmlichen Förderung bis 2029 entfernt sich die Politik jetzt ein weites Stück: Geschwindigkeitsbonus und förderfähige Investitionskosten werden massiv zurückgeführt, der Effizienzbonus und Emissionsminderungszuschlag komplett gestrichen.
Wenn die Förderung gekürzt wird, müssen wenigstens die strukturellen Bremsen gelöst werden: Strompreise runter, Bürokratie abbauen, Lohnnebenkosten senken. Andernfalls wird die Wärmewende für viele Haushalte und Betriebe schlicht unbezahlbar.“

